Beim Kauf eines Zinshauses treffen die Vertragsparteien regelmäßig auf Mietzinsrückstände einzelner Mieter. Wie diese Rückstände wirtschaftlich und rechtlich behandelt werden, gehört zu den wichtigsten Verhandlungspunkten zwischen Verkäufer und Käufer. Ohne saubere Regelung entsteht der Streit später auf mehreren Ebenen: über die Zuordnung des Rückstands, die Verantwortung für die Einbringung und die Wirkung von Zahlungen nach Stichtag.
Der Beitrag ordnet die Prüfachsen. Er behandelt den Vermieterwechsel bei wirksamen Hauptmietverträgen nach § 2 MRG, die Zession offener Forderungen nach § 1392 ABGB und die Zahlungswirkung nach § 1395 ABGB, die gesetzliche Anrechnungsreihenfolge bei Teilzahlungen nach § 1416 ABGB, Kaufpreiseinbehalt, Bankgarantie und Verkäuferhaftung sowie die mietrechtliche Kulisse durch § 33 MRG.